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Die Bahn macht pünktlich Feierabend

Mittwoch, 22.06.2011: Über Teile von Deutschland – vornehmlich Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern – fegt ein Unwetter, daß neben Gewitter und Regen auch umstürzende Bäume und Stellwerksausfälle mit sich bringt. Kann vorkommen und die Bahn ist davor nicht geschützt. Auch der neue Twitteraccount @db_bahn kann dies nicht verhindern. Es kommt zu Zugausfällen, Umleitungen und Verspätungen bis zu 120 Minuten. Fahrdienstleiter möchte man zu dieser Zeit nicht sein, denn so etwas bringt eine Menge zusätzlicher Arbeit mit sich.

Doch es gibt ein paar Bahnangestellte, die trotz alledem pünktlich Feierabend machen. Die Mitarbeiter die den Twitteraccount betreuen. Punkt 20 Uhr verabschiedet sich der Twitteraccount wie folgt in den Feierabend.

@db_bahn Verabschiedung

Hier liegt der Fehler. Gerade bei solchen Unwägbarkeiten erwarten die Bahnreisen Support auf allen Kanälen. Stattdessen wird CoTweet abgeschaltet und der Weg ins heimatliche Wohnzimmer angetreten. Ich behaupte mal, daß die Supportmitarbeiter von @db_bahn privat Twitter vermutlich bis dato nicht nutzten, daher auch nicht wirklich mit dem „Twittervirus“ infiziert sind. Wer wirklich hinter dem steht was er da tut, der guckt in solchen Fällen nicht auf die Uhr, twittert ggf. auch vom heimischen PC oder Smartphone weiter.

Aber auch und gerade der Bahn mache ich einen Vorwurf, nämlich den für solche Fälle keinen Notfallplan bereitzuhalten. Was wäre passiert wenn heute wieder ein Sturm wie damals Kyrill übers Land gefegt wäre, der bundesweit den Bahnverkehr zum Erliegen brachte? Wäre der Twittersupport da auch einfach um 20 Uhr heimgegangen?

Einen weiteren Vorwurf mache ich der beratenden Agentur, die anscheinend die Bahn auf solche Gegebenheiten nicht ausreichend vorbereitet hat. Vielleicht wäre es da besser gwesen sich als Consultant wen zu holen, der neben Social Media auch das Bahngeschehen kennt. Gibt ja auch einige in Social Media-Dingen kompetente (Ex-)Bahner bei Twitter.

Liebe Deutsche Bahn, ihr solltet unbedingt für solche Dinge einen Notfallplan erarbeiten, denn das hier wirkt echt peinlich. Auch im Hinblick auf die Kollegen bei euch, die dank der Störungen nun wieder nicht pünktlich Feierabend machen können.

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2 Kommentare

  1. Ich glaub, dem Bahnmitarbeiter ist kein Vorwurf zu machen. Wer nimmt schon gerne Arbeit mit nach Hause, für die er nicht bezahlt wird….
    Natürlich liegt hier ein Fehler der Bahn vor, die den Sinn von Social Media/Twitter nicht verstanden hat. So sollte man doch für eine „Nachtschicht“ sorgen bzw. diese Arbeit durch Mitarbeiter erledigen lassen, die eh über Nacht bleiben…

  2. Huch? Es gibt tatsächlich Menschen, die nicht 24 Stunden am Tag online sind/sein wollen? So was *Ironie aus*

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