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Fakebewertungen erkennen

Qype, Yelp, Restaurant-kritik.de – derlei Bewertungsportale gibt es viele. Manche sind speziell für einzelne Branchen, andere sind offen für alles. Eines haben sie zumeist gemeinsam: das Problem der Fakebewertungen. Dienste wie hotel.de oder hrs.de haben dies dadurch gelöst, daß nur bewerten kann, wer über den jeweiligen Dienst gebucht hat. Eine Methode die für die o.g. Anbieter so nicht möglich ist.

Grundsätzlich bin ich ein Gegner von Fakebewertungen. Da ich doch bereits schon eine ganze Weile auf Qype aktiv bin, habe ich schnell gelernt Fakebewertungen von echten Bewertungen zu unterscheiden. Aufgrund dieser Tatsache möchte ich mit diesem Beitrag anhand einiger Beispiele erläutern, wie man Fakebewertungen leicht erkennen kann.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Fakebewertungen. Zum einen die positiven Bewertungen, die ein Unternehmen in ein besonders gutes Licht rücken sollen. Diese werden zumeist vom Unternehmen selbst beauftragt bzw. vorgenommen. Dann gibt es noch die negativen Fakebewertungen, z.B. von Ex-Mitarbeitern oder von Mitbewerbern. Hier soll versucht werden ein Unternehmen absichtlich schlecht zu reden, entweder aus Angst vor der Konkurrenz oder aus Rache.

Schauen wir uns mal einige Beispiele dazu an. Ich hab hier mal das „hollywood american diner“ aus Magdeburg als erstes Beispiel rausgesucht.

Qype Fakebewertung 1

 

4 Bewertungen hat das Restaurant bisher, alle mit 5 Sternen versehen. 3 von 4 Bewertungen wurden innerhalt von 6 Tagen geschrieben, alle von Usern die bis dato keinen anderen Beitrag geschrieben haben und kein Profilbild besitzen. Zwei der Accounts wurden auch erst am Tag der Erstellung der jeweiligen Bewertung angelegt. Danach wurden die Accounts bis dato nicht mehr benutzt.

Schreibstil der Bewertungen ist überall gleich und auch die Schreibfehler ähneln sich. Die Anonymität der Fakebewerter tut ein übriges dazu, daß solche Bewertungen nicht nur weniger ernst genommen werden, sondern auch schnell als Fakebewertungen auffliegen.

Ich habe das Restaurant selbst gestern getestet, soooo außergewöhnlich top war es nicht, auch wenn Preis-/Leistung größtenteils stimmten. Dazu dann mehr in meiner eigenen Qypebewertung, die in Kürze folgen wird.

Das Risiko solcher positiven Fakebewertungen liegt immer darin, daß der geneigte Leser selbiger Bewertungen diese glaubt und dann enttäuscht ist. Dann hagelt es um so stärker negative Bewertungen und letztlich hat man sich selbst mehr geschadet als genützt.

Mir ist das auch bereits bei anderen Objekten aufgefallen, wo positiv wie auch negativ gefakt wird. Mag sich, gerade im ersteren Fall, jeder selbst seine Gedanken dazu machen wie seriös so ein Restaurant, Hotel oder was auch immer wirklich sein mag, wenn es selbst es nötig hat Bewertungen zu fälschen. Ich denke die gefakten Bewertungen in den oben verlinkten Beispielen findet jeder selbst raus, oder? 😉

Also aufgepaßt: anstelle Bewertungen fälschen (zu lassen), lieber ein wenig an der eigenen Qualität arbeiten. Das kann nicht wirklich schaden.

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