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Alles #catcontent oder was?

Auf dem Communitycamp in Berlin ging es u.a. auch um die Frage, warum sogenannter #catcontent bei den Nutzern sozialer Medien weitaus besser ankommt als herkömmliche Themen.

Grundsätzlich kann man dies sicher nicht verallgemeinern, dennoch trifft es wohl in der Mehrzahl der Fälle zu. Grundsätzlich könnte man dies vermutlich auch recht allgemein erklären, wenn man sich das Nutzungsverhalten des DURCHSCHNITTLICHEN Facebooknutzers einmal genauer anschaut. Dabei sollten alle die sich etwas tiefer mit Social Media beschäftigen nicht vergessen, daß sie selbst alles andere als der Durchschnitt sind.

Was macht der Durchschnittsuser auf Facebook?

Diese Frage sollte man sich zuerst einmal stellen. Und dies gleich verbunden mit einer weiteren Frage, nämlich WANN ist der Durchschnittsuser auf Facebook anzutreffen? Letztere Frage läßt sich recht leicht beantworten: nach Feierabend.

Und damit sind wir der Beantwortung der Ursprungsfrage nämlich einen ganz gewaltigen Schritt näher gekommen.

Feierabend, jeder will seine Ruhe haben. Streß auf Arbeit, in der Zeitung stand was von Verkehrsunfällen mit paar Toten, die Nachrichten im Fernsehen berichten von einem Wirbelsturm…

Was will man da auf Facebook dann lesen?

Ganz genau, leichte Kost, keine Negativschlagzeilen. Eigentlich will man ja nur schauen was die Freunde so treiben, wie es der Schwester auf ihrer Weltreise geht und ob der Neffe mit seinem Studium am anderen Ende der Republik klar kommt.

Und jetzt will diese oder jene Seite bei Facebook auch noch auf das Waldsterben aufmerksam machen oder eine in Seenot geratene Ölbohrplattform? Nein danke, mit solch schwerer Kost möchte der Durchschnittsnutzer nicht auch noch behelligt werden. Das führt dann dazu, daß er diese Nachrichten weder kommentiert noch liked. Er blendet sie vor seinem Auge einfach aus.

Und da kommt dann halt der #catcontent ins Spiel. Irgendetwas seichtes, lustiges, einfaches – das gefällt dem vom Alltag strapazierten Gehirn. Hier braucht es nicht viel tun, kann entspannen. Und genau deshalb bekommen solche Postings entsprechend viele Likes und Kommentare.

Die Menschen möchten unterhalten werden und sich dabei nicht mit hochgradig ernsten Themen beschäftigen. Facebook heißt für die meisten auch abschalten vom Alltag. Da möchte man seichte, lustige Kost konsumieren, keine ernsten Dinge.

Ja ich weiß, für viele Firmen ist schwer dies entsprechend sinnvoll in ihre Contentplanung zu integrieren, es ist aber durchaus möglich. Natürlich ist nicht jeder Facebooknutzer so wie der Durchschnittsuser eingestellt. Das Problem kennen wir ja auch von sogenannten Eckrentner.

Es wird daher auch immer Facebooknutzer geben die sich auch für ernste Themen und eher weniger für #catcontent interessieren. Man sollte es nur entsprechend verinnerlichen, daß halt nicht jeder nach Feierabend noch Diskussionen über den bevorstehenden Weltuntergang, die Ölpreisentwicklung oder die Eurokrise führen möchte.

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2 Kommentare

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