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Google+ richtig nutzen – Fragen und Antworten

Gestern machten Sandra Staub und ich einen Google Hangout wo es um den richtigen Einsatz von Google+ ging. Zum Schluß gabs zwar ein kurzes technisches Problem, dennoch war es wohl für alle Beteiligten und die Zuschauer sehr interessant. Das Video davon könnt ihr euch hier übrigens gerne mal anschauen.

Während der Aufzeichnung kamen noch ein paar Fragen auf, die ich an dieser Stelle beantworten möchte, da wir deren Beantwortung nicht mehr während des Hangouts schafften.

Wie unterstützt man das einkreisen bei Twitter? Gerne auch mal direkt anfragen?

Nein, absolut nicht. Diese Bettelei ist sowas von niveaulos und billig, das machen nur Leute die ihre Followerzahlen als Wichsvorlage mißbrauchen. Wer seine Inhalte einer breiten Masse präsentiert, z.B. in den Google+ Communities, aktiv bei anderen mitdiskutiert und deren Inhalte teilt, der erlangt so von ganz alleine Aufmerksamkeit und andere werden ihm dann folgen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, doch auch bei Google+ ist es wie überall: wer Qualität liefert, wird ernstgenommen und dessen Accounts werden dann auch stetig wachsen.

Die Einbindung eines Google+ Badges in die eigene Webseite kann sich natürlich auch positiv auswirken und zusätzliche Kreislinge bringen.

Ganz wichtig: setzt euch nicht unter Druck möglichst schnell soundsoviel Kreislinge zu bekommen. Das ist Blödsinn.

Was meint er den…..wo man eher man ein Geld verdient? G+ oder doch bei FB?

Weder noch. Via Social Media verdient man kein Geld. Das sind Kommunikationskanäle, keine Verkaufskanäle. Ja, da steckt man in erster Linie viel Geld und Manpower rein. Wer dazu aber bereit ist, der schafft es sich eine Marke aufzubauen. Das führt dann dazu, daß wenn es dann um ein bestimmtes Thema geht, die Leute sich von alleine an einen erinnern und dann bringt das Aufträge oder führt zu Verkäufen im Onlineshop oder was auch immer. Wer Social Media nutzt mit dem Vorhaben darüber aktiv etwas zu verkaufen, der wird voll auf die Fresse fliegen und so schnell von dort nicht mehr aufstehen. Immer dran denken: die Leute nutzen die sozialen Medien nicht um mit Werbung zugemüllt zu werden, sondern in erster Linie um sich mit Freunden, Verwandten usw. auszutauschen. Wer das nicht kapiert, der hat verloren.

Und falls nach dem Video und den zahlreichen Blogbeiträgen hier im Blog noch Fragen zu Google+ offen sind, einfach hier kommentieren oder mich anschreiben.

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Shitstorm beim MDR – und es war abzusehen

Der Mitteldeutsche Rundfunk hat sich einen Shitstorm eingefangen. Und dieses Mal sag ich: selbst dran schuld.

Für die MDR-Sendung “Hier ab 4″ gab es eine Onlineumfrage ob PEGIDA der Stadt Dresden schadet. Das Ergebnis sollte noch in der Sendung bekanntgegeben werden. Nun haben aber ca. 94 % der teilnehmenden Nutzer sich eher pro PEGIDA ausgedrückt bei der Abstimmung und so hat man das Ergebnis nicht veröffentlicht und die Umfrage gelöscht.

Das Thema PEGIDA ist ein sehr heikles Thema. Hier hätte man von Beginn an damit rechnen müssen, daß das Ergebnis vielleicht nicht so ausfällt, wie man sich das gewünscht hätte. Dazu kommt, daß der MDR im Einzugsbereich der Region ist, wo PEGIDA am stärksten ist.

Und dann das Ergebnis einfach unter den Tisch fallen zu lassen, nur weil es nicht so ist,w ie man sich das erhofft hatte, da ist klar wie die Reaktionen ausfallen.

Screenshot MDR Facebookseite

Screenshot MDR Facebookseite

Was also tun? Aktuell, es ist gerade gegen 21.45 Uhr, macht der MDR nichts. Es wird nicht auf die Kommentare reagiert. Man gibt von Seiten des MDR eine belanglose Stellungnahme dazu ab und verdrückt sich dann. Damit verspielt der MDR gerade seinen bis dato recht positiven Ruf im Netz. Es ist auch nicht ersichtlich, daß in den Kommentaren sich andere Nutzer vor den MDR stellen. Das zeigt, egal wie man zu PEGIDA stehen mag, daß die Nutzer nicht mit dem Verhalten des MDR einverstanden sind.

Der MDR hat einen Fehler gemacht. Dazu sollte der MDR stehen und sich öffentlich entschuldigen. Als Gegenleistung fände ich es sogar gut, wenn das Ergebnis der Umfrage dann morgen Abend in den MDR Nachrichtensendungen zur besten Sendezeit ausgestrahlt wird. Einfach um zu zeigen, daß man halt auch Umfrageergebnisse veröffentlicht, die nicht so ausfallen wie erhofft.

Aber jetzt sollte man halt erstmal selbst aktiv werden, sich entschuldigen und nicht nur einfach eine belanglose Stellungnahme abgeben.

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Instagram löscht Spamaccounts

Beim Öffnen der Instagram-App prangte einem schön seit einigen Tagen ein Hinweis entgegen, daß Instagram Spamaccounts löschen wird und sich die Followerzahlen dadurch verändern können. Vorgestern war es nun soweit und Instagram hat mal richtig aufgeräumt. Das Ergebnis war doch überraschend. Der Instagram-Account von Instagram selbst z.B. verlor mit über 21 Millionen Followern wohl die meisten und ist jetzt “nur” noch 45 Mio. Follower groß.

Mein privater Instagram war natürlich auch betroffen, ihm fehlen jetzt 29 Follower, also doch recht human der Schwund. Andere in meinem Umfeld, speziell Leute mit größeren Accounts, haben auch durchmal eine dreistellige Zahl an Followern verloren durch die Aktion.

Damit dürfte Instagram wohl nun das Netzwerk mit den wenigsten Spamaccounts sein, prozentual betrachtet.

Grundsätzlich würde ich mir sowas durchaus auch von anderen Netzwerken, sei es nun Facebook, Twitter, Xing usw. wünschen, aber auch von den zahlreichen noch existenten und aktiven Internetforen. Bei letzteren ist es durchaus nicht unüblich, daß dort um die 50 % der registrierten Accounts tot sind oder zu irgendwelchen Spammern gehören.

Letztlich geht bei sowas auch die Belastung von Datenbanken zurück und wenn wir von solchen Diensten wie Instagram reden, dadurch auch die Serverbelastung und infolgedessen auch der Energiebedarf. somit kann man sogar in gewissem Maße auch Klimaschutzgründe da mit ins Spiel bringen.

Aber viel wichtiger wohl ist für alle Beteiligten, insbesondere auch Unternehmen die Influencer suchen, daß sie sich drauf verlassen können, daß deren Follower auch echt sind und nicht nur aus irgendwelchen angekauften Spamaccounts bestehen. Zumindest bei Instagram kann man sich da jetzt wieder sicher sein, auch wenn dem einen oder anderen Promi es sicherlich etwas schmerzt teilweise mehrere Millionen (erkaufter) Follower weniger in seinem Profil stehen zu haben.

Bei den Top 100 der Instagram-Accounts, bezogen auf die Followerzahlen, wurden insgesamt rund 8 % der Follower gelöscht. Auch wenn einige Accounts davon stärker betroffen waren als andere, dürfte man wohl doch davon ausgehen, daß Instagram in seinen Datenbanken jetzt um die 10 % weniger Nutzer zu verzeichnen hat. Das wäre ein niedrigeres Spampotential als es so mancher im Vorfeld der Aktion sicher erwartet hat. Genauere Zahlen dürfte es wohl geben wenn Instagram das nächste Mal Angaben zu seinen Nutzerzahlen macht und man entsprechend mit vorherigen Zahlen vergleichen kann.

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Influencer finden: Followerzahlen sind nicht alles

Geht es darum Influencer zu finden, also Personen die bestimmte Informationen einem großen Publikum bekanntmachen können, dann wird zuallererst geschaut, wie viele Fans, Follower usw. diese Personen haben. Anhand dieser Zahl wird dann häufig entschieden ob das jeweilige Unternehmen mit der Person zusammenarbeitet.

Ja, kann man so machen. Ist aber nicht immer hilfreich.

Neben der reinen Followerzahl sollte man nämlich noch einige andere Aspekte mit in die Betrachtung einbeziehen.

Zuerst einmal sollte man sich Gedanken machen welche Zielgruppe man erreichen möchte und ob der ausgewählte Influencer diese Zielgruppe mit seinen Followern überhaupt erreicht. Ein damit zusammenhängender Fakt sollte auch die Aktivität der Follower sein, sprich ob sie und in welchem Umfang auf die Postings des Influencers überhaupt reagieren. Hat jemand 100.000 Fans bei Facebook und seine Postings bekommen dennoch nur 5-10 Likes, dann sollte man sich ernsthaft fragen ob eine Kooperation mit dieser Portion überhaupt Sinn macht. Die reine Zahl an Fans und Followern sagt nämlich nichts über deren Echtheit, Herkunft, Aktivität aus und wenn die nur mal wegen einem Gewinnspiel vor ewigen Zeiten auf “Gefällt mir” geklickt haben, die späteren Postings aber gar nicht mehr mitbekommen, dann nützen auch die höchsten Fanzahlen nichts, man muß davon ausgehen, daß der ausgewählte Influencer nicht wirklich viele Leute erreicht.

Hier heißt es dann eher: Abstand nehmen.

Auch das Thema des Influencers in seinen bisherigen Postings spielt eine große Rolle. Stimmen diese bisher dort von ihm angesprochenen Themen überhaupt mit dem Thema des Unternehmens überein? Ob der bisher von Burgern und Schnitzel schwärmende Instagramer wirklich dazu geeignet ist das neueste vegane Produkt zu bewerben?

Dann doch, um bei dem letzten Beispiel zu bleiben, lieber einen Instagramer, der selbst vegan lebt, vielleicht viel weniger Follower hat, dafür aber eine aktive Community, die seine Fotos mit ihm aktiv diskutiert. Da haben alle viel mehr davon: das Unternehmen, der Instagramer und dessen Follower.

Wie aktiv ist der Accountbetreiber selbst? Auch das spielt eine große Rolle in seiner Außenwirkung. Vielleicht nutzt er den ausgewählten Account gar nicht mehr regelmäßig und vereinzelte Postings von ihm werden dadurch gar nicht mehr wahrgenommen?

Und noch was sollte man beachten: wie stark nutzt der Influencer Kooperationen? Sind seine Accounts bereits zu reinen bezahlten Werbeaccounts verkommen oder stellt das ganze noch eher eine Ausnahme dar. Letzteres ist weitaus zielführender als ersteres.

Wenn man bei der Auswahl seiner Influencer diese Dinge beachtet, dann klappts auch mit einem nachhaltigen Erfolg der Kampagne besser.

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Twittern – entweder richtig oder gar nicht!

fb.me – und schon wieder so ein inhaltsleerer Tweet.

Tweets wie dieser wandern regelmäßig durch meine Twittertimeline. Zu regelmäßig.

Sie sagen nur eines aus: ich habe eigentlich gar kein Interesse an Twitter, bin nur hier weil alle hier sind und damit ich keine Arbeit mit Twitter habe, parse ich automatisiert meine Facebookpostings zu Twitter.

Ja, kann man so machen. Ist dann aber scheiße. Twitternutzer sollten genauso ernst genommen werden, wie die Nutzer anderer Plattformen. Viele Firmen und Institutionen mißbrauchen Twitter aber um automatisiert ihren Spam ihre Mitteilungen zu verbreiten.

Wer dann ggf. bei der Überprüfung seines Traffics feststellt, daß der Traffic von Twitter vernachlässigbar ist, wird dann häufig zu der Feststellung gelangen, daß sich Twitter ja nicht lohnt und es schon richtig ist, daß man dafür keine Zeit investiert. Die Feststellung ist aber falsch, denn Twitter liefert durchaus signifikanten Traffic, dafür muß man den Dienst aber richtig nutzen. Dazu gehört auch, daß man ihn nicht automatisiert betreibt, sondern händisch. Dazu gehört, daß man mit seinen Followern diskutiert, Gespräche anstößt und so positiv auf sich aufmerksam macht.

Letztlich muß man also Zeit investieren, wenn der Twitteraccount etwas abwerfen soll, wenn er einen positiven Eindruck hinterlassen soll. Dann klappt es auch mit steigenden Followerzahlen, mit mehr Traffic auf der eigenen Webseite oder was auch immer man erreichen möchte.

Wer diese Zeit nicht investieren möchte oder kann, der sollte von Twitter ganz die Finger lassen. Automatisiert betriebene Accounts haben für niemanden einen Mehrwert, sie sind schlicht und einfach nur Spam. Nur weil andere es genauso falsch machen, muß man selbst doch nicht die gleichen Fehler begehen. Also ruhig mal über die aktuelle Nutzung des eigenen Twitteraccounts nachdenken und das Social Media-Konzept diesbezüglich ggf. überarbeiten.

Und bitte: schaltet die automatisierte Übertragung der Facebookmeldungen zu Twitter ab. :)

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