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Facebook-Reichweite: für viele ein teurer Spaß

Facebook schraubt aktuell an der Reichweite für Postings auf Fanpages. Laut Facebook selbst werden Postings auf Fanpages nur noch 2-4% der Fans angezeigt. Grund: Facebook möchte, daß die Fanpagebetreiber mehr Werbung buchen. Klar, irgendwo müssen die Einnahmen ja herkommen.

Für Fanpagebetreiber heißt das: wer eine Page mit 1.000 Fans hat, der kann davon ausgehen, daß bald nur noch um die 40 Fans davon ein Posting zu sehen bekommen, sofern man kein „Sponsered Posting“ draus macht. Schon jetzt bekommen in vielen Fällen nur noch rund 10 % der Fans ein normales Posting zu sehen.

Gerade auch für Vereine oder sehr kleine Firmen ist das natürlich drastisch. Hieß es für viele bis vor kurzem noch „ihr müsst unbedingt zu Facebook“, so kann dies nun ein Fass ohne Boden werden, wenn man die hart erkämpften Fans wirklich erreichen möchte mit seinen Postings.

Auch Blogger wie Gilly haben mit diesem Problem zu kämpfen und der eine oder andere überlebt bereits die für das Blog bisher betriebene Fanpage einschlafen zu lassen oder gar ganz zu löschen.

Unternehmen sind also gut beraten zu überlegen ob sie wirklich auch in Zukunft den Fokus auf Facebook legen oder ihr Engagement in anderen sozialen Netzwerken nicht stattdessen ausbauen. Es nützt nichts wenn zwar zig Leute auf einer Plattform angemeldet sind, die meisten davon jedoch nur mit hohem Kostenaufwand erreicht werden.

Inwieweit Facebook diese strenge Einschränkung beibehält, wird übrigens nicht zuletzt an den Fanpagebetreibern liegen. Beißen sie in den sauren Apfel und buchen die sponsored Postings, hat Facebook sein Ziel erreicht. Verweigern sie sich dem wird Facebook gezwungen sein die organische Sichtbarkeit zumindest wieder teilweise nach oben zu schrauben.

Die Unternehmen sollten auf jeden Fall nun gelernt haben, daß es selten richtig ist nur auf ein Social Media-Pferd zu setzen. Für Plattformen wie Twitter, Google+, Pinterest, tumblr usw. kann die jetzige Situation nur positiv sein. Sie locken mit kostenloser Sichtbarkeit und das könnte sich nun für Facebook negativ auszahlen.

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