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Die neue Google+ Aufrufanzeige – ein wichtiger Meilenstein

Wie gestern hier berichtet, zeigt Google+ im Profil nun öffentlich an wie oft das Profil aufgerufen und die erstellten Beiträge angeschaut wurden. Das alles in einer Zahl zusammengefasst. Erstaunlicherweise war es gestern zu diesem Thema recht still in der Blogosphäre, dabei reden wir hier durchaus von einer Art Meilenstein, der für das Marketing im Social Web durchaus sehr wichtig ist.

Warum die neue Viewanzeige bei Google+ das Social Media Marketing umkrempelt

Haben Unternehmen bisher Influencer gesucht, also Social Web-Nutzer, die möglichst eine breite Nutzerschaft erreichen, dann hat man faktisch lediglich die Zahl der Follower/Fans/Kreislinge als Kennzahl zugrunde gelegt. Jemand mit 5.000 Followern bei Twitter war wichtiger als jemand mit 1.500 Twitterfollowern. Das gleiche auch bei Facebook oder halt Google+.

Etwas was die Unternehmen (und auch die Accountbesitzer) nicht wussten ist, wie viele Leute die jeweiligen Postings überhaupt sehen. Google+ geht da jetzt weiter und blendet zumindest eine ungefähre Zahl ein, wenn auch nicht für jedes einzelne Posting getrennt, sondern in einer Summe zusammengefasst.

Aber erreichen die mit den meisten Kontakten auch wirklich mehr Nutzer als jemand mit weniger Kontakten?

Google+ hat mit der Offenlegung der Viewzahlen diese Frage eindeutig mit NEIN beantwortet und für Unternehmen bedeutet das, sie müssen zumindest bei Google+ umdenken, wenn es darum geht Influencer zu finden.

Hier mal ein paar Screenshots von Google+ Profilen. Man beachte einfach mal die Zahl der Kreislinge und die der Aufrufe.

Google+ Aufrufstatistik

Google+ Aufrufstatistik

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Es kommt also bei weitem auf mehr als nur die reine Zahl der Kreislinge an. Wichtig ist der Content, ist wie sehr die Person sich in Communities und Diskussionen einbringt. Wer als Unternehmen bei der Influencersuche auch in Zukunft rein auf Kennzahlen wie die Gesamtzahl der Kreislinge/Follower usw. setzt, begeht einen Fehler. Zumindest bei Google+ lässt dieser sich jetzt vermeiden und es bleibt abzuwarten wann die anderen Netzwerke entsprechend nachziehen. Gerüchten zufolge soll zumindest Twitter wohl an einer ähnlichen Funktion arbeiten.

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