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Google Authorrank und die Verwendung von Mitarbeiterprofilen

Der Authorrank für Google wird auch bzw. für Unternehmen immer wichtiger. So werden Webseiten und Blogs nach und nach verbunden mit dem Google+ Profil vom Chef, jemandem aus der Marketingabteilung usw.

Und genau hier tauchen die Probleme auf.

Der Authorrank lässt sich lediglich über Profile auf Google+ beeinflussen, nicht aber über Google+ Seiten.

Das mag sicher bei dem Begriff „Author“ auch nachvollziehbar sein, aber wirft auch zahlreiche Fragen auf.

Was passiert wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt? Immerhin gehört eigentlich ihm das Google+ Profil und wenn er das auch privat nutzt und sich so auch einen starken Authorrank geschaffen hat, dann würde es sich definitiv negativ auswirken auf die Unternehmenswebseite, wenn die Verknüpfung aufgehoben wird.

Für das Ranking der Unternehmensseite könnte das einen mehr oder weniger starken Absturz im Googleranking bedeuten.

Ob ein vom Nutzer privat angelegtes und genutzter Google+ Profil, das zudem auf seinen Namen lautet, dann dem Unternehmen weiterhin zugänglich gemacht werden muß, das dürfte in einigen Jahren sicher die deutschen Gerichte beschäftigen.

Bei Xingprofilen heißt es ja, daß dem alten Arbeitgeber dann ggf. die beruflich genutzten Kontakte übergeben werden müssen, doch hier bei Google+ sehe ich das etwas anders.

Bin übrigens gespannt, was die Gerichte dazu sagen, insbesondere wenn die Richter vielleicht nicht mal wissen was Google+ und der Authorrank überhaupt sind.

Auch in den Unternehmen dürfte diese Problematik bisher noch nicht beachtet worden sein. Ob man den ex-Mitarbeiter zwingen kann die Verknüpfung aufrecht zu erhalten und man so in den Serps auch weiterhin mit seinem Profilbild werben kann, ich wage es zu bezweifeln.

Unabhängig vom Zeitpunkt der ersten gerichtlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema würde ich mir wünschen, daß eine der beiden Parteien das Ganze bis zur obersten Instanz durchklagt, damit hier dann auch schnell eine höchstrichterliche Entscheidung zu gefällt wird. Die fehlt ja leider im Onlinerecht noch bei fast allen wichtigen Themen bzw. hat der Gesetzgeber es bisher nicht geschafft klare und eindeutig formulierte Gesetze zu beschließen.

Und wie sollen sich Unternehmen in Sachen Google+ und Authorrank am besten verhalten?

Das ist nicht einfach zu beantworten. Legt man sich ein „Fakeprofil“ an und baut sich das entsprechend auf, bedarf es dafür auch eines Profilfotos und das muß irgendwo herkommen.

Auch wird irgendwann rauskommen, daß es die Person gar nicht gibt, wenn die telefonisch nicht erreichbar ist, niemand ihre Mailadresse kennt und sie auch sonst nie live in Erscheinung tritt.

Also doch das Profil eines echten Mitarbeiters nutzen? Dann tauchen die Probleme auf, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

Also sollten Unternehmen lieber ganz auf die Verknüpfung mit Google+ verzichten?

Nein, das auf keinen Fall. Zum einen wird der Authorrank als Rankingkriterium immer wichtiger, zum anderen sind die Klickraten bei Suchergebnissen mit Fotos immer bedeutend höher als ohne Foto.

Wichtig halte ich hier eine Vereinbarung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter, wie man sich im Falle der Trennung voneinander verhält was die Verknüpfung angeht. Da sollte man gleich zu Beginn an auf Augenhöhe miteinander reden.

Wie man sieht, ist das Thema Authorrank gar nicht so einfach für Unternehmen zu handhaben, wie man sich das vielleicht vorstellt. Uns wird da noch einiges bevorstehen.

Vielleicht weitet Google die Möglichkeit den Authorrank zu pushen eines Tages auch noch auf Google+ Seiten aus, dann hätten Unternehmen es wesentlich einfacher. Ansonsten stehen uns da sicher in den kommenden Jahren noch einige Erlebnisse bevor.

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4 Kommentare

  1. Pingback: #neuland : Google Authorrank, Google plus Profile und offensive Dummheit | Die wunderbare Welt von Isotopp

  2. Hallo Torsten,

    Gut, dass du das Thema ansprichst. Ich vor ein paar Monaten in einem Blogbeitrag auch die Frage aufgeworfen, was passiert, wenn ein Autor, der viel für ein Unternehmen geschrieben hat und sich so einen gewissen Authorrank erarbeitet hat, ein Unternehmen verlässt und somit die Verbindung zwischen Content und Autor getrennt wird. Wird das Unternehmen in den Rankings dann evtl. sinken? Warten wir die weitere Entwicklung hier ab. Hier ist der Post:
    http://www.online-solutions-group.de/blog/suchmaschinenoptimierung-seo/google-authorship-warum-ihre-inhalte-noch-nicht-ihnen-gehoren/

  3. Und trotzdem muss man sagen, man kann sich auf die Autorenlistung nicht verlassen. Mal klappt sie und mal nicht, trotz gleichem Seitenaufbau(google Code) und Verlinkungen im googleplus Profil. Das verstehe wer will ?!

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