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Social Media – dabei sein ist alles?

Social Media ist für mich schon zu etwas wie einer Art Unwort geworden. Es wird spätestens seit 2010 ein regelrechter Hype drum betrieben. Jeder meint dabei sein zu müssen und erst heute wieder habe ich auf Xing eine Empfehlung gelesen, daß eine bisher erfolglose Kleinunternehmerin sich doch auf Facebook und Twitter anmelden soll um ihr Geschäft wieder zum laufen zu bringen.

Ist es wirklich so einfach? Ist Social Media wirklich ein Allheilmittel?

Ich sage konsequent: NEIN!

Social Media ist zum einen in erster Linie ein Kommunikations- und kein Verkaufskanal. Nirgends anders als bei Social Media bekommen die Nutzer der Dienste sehr schnell mit, ob der Betreiber der Accounts wirklich Social Media lebt oder die Kanäle nur als billige Werbekanäle mißbrauchen will. Um mit Social Media erfolgreich zu werden, muß man sich selbst damit identifizieren. Da hilft es nicht eine teure Agentur zu engagieren, nein da muß man selbst. Es muß menscheln. Sicherlich können Agenturen beratend tätig werden, gerade auch zu Beginn des „Abenteuers Social Media“. Die eigentliche Arbeit sollte man aber immer selbst machen.

Viel hilft viel?

Hauptsache viele Follower, Freunde, Kontakte oder was auch immer? Nein, viel hilft auch hier nicht immer viel. Es gilt die richtigen „wasauchimmer“ zu haben. Die Leute die sich wirklich für das Produkt oder die Dienstleistung begeistern, selbige gerne weiterempfehlen. Solche Leute sind dann regelrechte Multiplikatoren, sofern sie merken, daß man sie als Kunde auch ernst nimmt. Hier ist es wichtig, wirklich mit den Fans direkt zu kommunizieren, auf ihre Fragen, Probleme, Wünsche und Anregungen einzugehen.

Wer also überlegt Social Media in seine Unternehmenskommunikation einzubinden, und darum geht es ja in erster Linie, der sollte sich fragen ob und wieviel Zeit er selbst da wirklich reinstecken möchte. Lieber keinen Account haben und sich raushalten, wenn man es selbst nicht ernsthaft betreiben kann oder will, als einen toten Account im Netz rumliegen zu haben, der alles andere als ein positives Bild von dem Unternehmen abgibt.

Man muß auch nicht sofort auf allen Hochzeiten tanzen, sondern sollte sich lieber Stück für Stück vorantasten. Viele Fehler müssen heutzutage nicht mehr gemacht werden, denn sie wurden bereits von anderen gemacht. Man sollte sich vorab also genau informieren, wie Social Media richtig funktioniert und sich dabei nicht von irgendwelchen schwärmerischen Social Media Beratern totlabern lassen.

Fazit: Social Media kann dem wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens dienlich sein, aber ist dennoch nicht für jeden einfach beherrschbar und somit geeignet.

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3 Kommentare

  1. Es soll wirklich echte Erfolgsgeschichten mit Social Media geben, abseits der verlogenen Success Storys … leider kenne ich keine. Wenn ein Unternehmer / Manager oder sonstige Leistungsträger in einem Betrieb das nicht aus Freude + Spass macht, ist es m.E. vergebene Liebesmühe. Eine Agentur dafür zahlen? Lachhaft! Das Geld ist abseits der Beratungsautobahnen viel besser investiert. Think Print!

    • Agenturen können nur helfen, z.B. bei der Konzeptentwicklung o.ä. – aber letztlich muß der Unternehmer selbst dahinter stehen und sollte das ganze nicht komplett ausgliedern. Bei wem es dank Social Media richtig gut läuft ist die Kelterei Walther (www.walthers.de).

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