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Wie gefährlich ist Twitter?

Ich weiß, diese Überschrift ist etwas reißerisch, aber mir kam heute ein Tweet unter, der bei mir diese Frage aufwarf und mich zu diesem Blogbeitrag veranlasste. Daher möchte ich hier mal einige ECHTE Beispieltweets zeigen und warum es vielleicht besser wäre, solche oder ähnliche Dinge nicht zu twittern. Alle Beispieltweets stammen von echten Twitteraccounts, die auch vollkommen offen lesbar sind. Das sollte jeder beim Lesen dieses Blogbeitrags im Hinterkopf behalten!

Das liebe Geld

Um Geld geht es im ersten Beispieltweet.

Beispiel-Tweet 1

 

Manche Dinge erschließen sich erst beim zweiten Lesen. So auch hier. Zuerst einmal der Hinweis, ja die Stadt Magdeburg braucht dringend Geld. Aber da reden wir eher von einigen Millionen, hier dürfte es um kleinere Beträge gegangen sein.

Egal wie schlecht es einem finanziell geht, dennoch sollte man sich schwer überlegen ob man öffentlich bekanntgibt, daß man Besuch vom Gerichtsvollzieher hatte. Wenn der nämlich erstmal auftaucht, dann haben zumeist Zahlungserinnerungen, Mahnungen und Mahnbescheid wohl keine Wirkung gezeigt. Wenn die Person dann in ihrem Twitteraccount auch noch ihren echten Namen angibt, dann kann man z.B. bei einer Personenrecherche, z.B. im Rahmen einer Bewerbung um einen Job o.ä., schnell auf solche Tweets stoßen. Wer unzuverlässig zahlt, der ist vielleicht auch unzuverlässig bei der Arbeit, könnte sich ein potentieller Arbeitgeber denken. Aber vielleicht monitorisiert auch der eine oder andere Onlineshop den Begriff „Gerichtsvollzieher“ und legt sich so seine persönliche Blacklist an. Wie auch immer, mit so einem Tweet erregt man eher kein Mitleid und trägt damit auch sonst nicht zu einer Verbesserung der eigenen Situation bei.

Kommt herbei ihr Ganoven

So könnte man vielleicht den folgenden Tweet beschreiben.

Beispiel-Tweet 2

 

Der Twitteruser, der diesen Post abgesetzt hat, hat seinen echten Namen als Twitternick verwendet. Es bedarf sicher nur weniger Minuten, wenn überhaupt so lange, um herauszubekommen wo er wohnt bzw. wo er arbeitet. Und dann muß es nur noch dunkel werden. Ich behaupte sogar, daß dieser Tweet von einem Gericht im Zweifelsfall als grob fahrlässig angesehen werden könnte.

Ich denke es geht in der Öffentlichkeit auch niemanden etwas an mit welchem Equipment ich unterwegs bin, und vermutlich will das der Durchschnittsmensch auch gar nicht wissen. So ein öffentlicher Tweet ist doch nichts anderes als würde ich mich auf die Straße stellen und laut rufen „Guckt mal, ich schleppe hier für x tausend Euro Fotoausrüstung mit mir rum.“. Das macht doch auch niemand, also warum macht man dann so etwas auf Twitter?

Fazit: genau überlegen was man twittert. Beispiele wie dise gibt es zuhauf und das thema mit den Facebookparties hat ja gezeigt wie die Öffentlichkeit manchmal auf Dinge reagiert die eigentlich gar nicht für sie gedacht waren. Das ist hier ebenso der Fall und könnte allerdings in den hier genannten Fällen sogar noch andere Nachwirkungen haben.

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