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Geld verdienen mit Google+?

Geld verdienen mit Google+ – ist das möglich?

Die ersten werden bereits jetzt die Augen verdrehen, aber wer sich die Zeit nimmt und diesen Beitrag bis zum Ende liest, der wird schnell merken, daß dieses Thema so abwegig nicht ist.

Zuerst einmal möchte ich den Blick in Richtung der E-Mail-Marketer lenken. Kann sich jemand vorstellen dafür zu bezahlen, daß man in einem Mailverteiler drin steht? Die meisten schütteln sicher erstmal den Kopf, doch z.B. in Börsenkreisen ist dies etwas nicht unnatürliches. Dort zahlen Leute drei- bis vierstellige Beträge für Abos von Börsenbriefen. Sicher, für den Durchschnittssparer mit seinem 50 €-Fondssparplan ist so etwas uninteressant. Es soll aber durchaus Leute geben die in der Lage sind bedeutend größere Beträge zu investieren.

Ansonsten gibt es in der Affiliateszene zum Beispiel noch das Blog von eisy, das einen kostenpflichtigen Premiumbereich hat, der auch seine Anhängerschaft besitzt. Das sollen nur zwei Beispiele sein, das kostenpflichtiger Content nichts ungewöhnliches ist. Spätestens jetzt horchen vielleicht auch die Zeitungsverlage auf. 😉

Google+ bietet mit den Kreisen (Circle) ideale Möglichkeiten für Abonnements. So kann man jeden der ein solches Abonnement abgeschlossen hat in einen bestimmten Circle stecken und so mit exclusivem Content versorgen. Gerade im Bereich der Börsenbriefe kann man sicher sein, daß keiner der Abonnenten die darüber erhaltenen Inhalte weiterverbreitet. 😉 Der Abonnement selbst packt den Absender in einen Circle wo sonst niemand drin ist und entgeht so der Gefahr eine Nachricht zu verpassen.

Was gilt es zu beachten?

Mit einem Privatprofil kann man, analog zu Facebook, „nur“ maximal 5.000 Personen einkreisen – damit wäre also die maximale Zahl von Abonnenten erreicht, aber 5.000 Abonnenten muß man auch erstmal zusammen bekommen. Hier sollte man ansonsten gegebenfalls auf die Unternehmensseiten warten.

Wenn es Google noch schaffen würde, meinetwegen auch nur bei Unternehmensseiten, Google Checkout in Google+ zu implementieren, könnte man auch die Abrechnung für das Abo direkt über Google+ abwickeln.

Es ist klar, daß zum jetzigen Zeitpunkt sich so ein Modell noch nicht lohnt, denn bisher sind in erster Linie Hardcore-Social Media-User auf der Plattform vertreten. Bei stetig steigenden Userzahlen sieht das aber ganz anders aus. Natürlich ist dies auch davon abhängig, welche Zielgruppen Google+ in Zukunft nutzen.

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7 Kommentare

  1. Und wer hindert dann die Abonnenten das teure Wissen nicht auszuplaudern?
    Nee, nee Abomodelle für Infos sind im Internetzeitalter für nen A… Speziell in Social networks, kann ich mir das gar nicht vorstellen.
    Wissen will kostenlos verteilt werden, alles andere stinkt nach letztem Jahrhundert.

    • Die hindern sich selbst daran. Wenn es wirklich 1A Mehrwert ist, gibst du den nicht kostenlos weiter, wenn du selbst dafür bezahlt hast. Und bitte, geh nicht immer nur vom deinem eigenen Dunstkreis aus. Es gibt noch andere Dinge und das Paid Content immer interessanter wird, das beweisen entsprechende Abomodelle von Zeitungen oder, um mal in unserer Szene zu bleiben, der Premiumcontent von Eisy. Den verschleudert hinterher auch niemand für lau auf seinem eigenen Blog.

  2. Ein interessanter Gedanke.
    Ich sehe hier eine Zukunft für die Verteilung von fachspezifischem Wissen gegen Abo.
    Ich könnte mir vorstellen, dass die Kreise in Google+ sich für eine Vielzahl von verschiedensten Modellen eignen.
    Ich bin gespannt auf die angekündigten Unternehmensseiten.

    Gruß
    H. Treysse

  3. Pfeil Christine 19. Juli 2011 um 21:42

    Warum soll sichergestellt sein, dass die Inhalte, die an bestimmte Circles verteilt wurden, nicht weitergeleitet werden? Copy – Paste?? Wie soll das genau sichergestellt werden?? Bin gespannt!

  4. Die Idee ist grundsätzlich gut – wenn man den Mehrwert auch hat und genug Menschen sich diesen auch etwas kosten lassen wollen. Nur hast Du dabei die Rechnung ohne Google gemacht. Ich glaube nicht, dass Google toleriert, dass Du deren System für einen kostenpflichtigen Abo-Service nutzt, ohne das Google mit verdient. Eher gehe ich davon aus, dass Google genau solche Ideen schon in der Schublade hat und früher oder später anbieten wird.

    Das Google gerade kein Problem damit hat, Profile zu killen, zeigt, wie Ernst es denen mit dem Projekt Google+ ist. Also wäre ich sehr vorsichtig mit einem Testballon.

    • Schauen wir mal, ich hab diesbezüglich die AGB noch nicht gecheckt. Wenn man da Google checkout implementieren würde, würde Google ja mitverdienen.

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